3. September 2025:
ChatGPT:
Kurzfassung:
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#Was es ist
„Schwarzbuch Wikipedia“ ist ein von Andreas Mäckler herausgegebener Sammelband (Zeitgeist Print & Online, 2020), der die deutschsprachige Wikipedia scharf kritisiert. Der Band versammelt Beiträge und Interviews von Betroffenen und Autor:innen aus Politik, Wissenschaft und Kultur und schildert u. a. Mobbing, Diffamierung, Falschinformation sowie Vandalismus – ergänzt um Fallbeispiele, Gerichtsreportagen und Vorschläge für Gegenmaßnahmen. Umfang: ca. 364 Seiten, ISBN 978-3-943007-27-5. Thaliabücher.deLibristo -
#Beiträge/Autor:innen (Auswahl)
Genannt werden u. a. Alex Baur, Günter Bechly, David Berger, Markus Fiedler, Arne Hoffmann, Walter Krämer, Hermann Ploppa, Harald Walach, Volkmar Weiss u. a. (Liste variiert je nach Ausgabe/Shopbeschreibung). www.storytel.com -
#Band 2
„Schwarzbuch Wikipedia 2 – Das verlogene System: Propaganda, Korruption, Ausbeutung, Vandalismus und Rechtsverletzungen in der Online-Enzyklopädie“ erschien im August 2023, ca. 272 Seiten, ISBN 978-3-943007-46-6. Laut Verlags- und Händlerinformationen thematisiert der Band u. a. die Finanzierung der Wikimedia Foundation und juristische Möglichkeiten gegen Verleumdung. Schweitzer Online -
#Kontext/Rezeption
Zum Buch existiert ein vom Herausgeber gepflegter Medienspiegel mit Pressestimmen und Reaktionen; eine systematische wissenschaftliche Debatte ist dort (selektiv) dokumentiert. schwarzbuch-wikipedia.de
Wenn du magst, sag mir, ob dich eher die inhaltlichen Hauptthesen, konkrete Fallbeispiele, die Autor:innenliste oder die Kritik an den Büchern interessiert—dann gehe ich gezielt tiefer rein.
Du:
ChatGPT:
Alles klar—hier ist, was Kritiker:innen den beiden „Schwarzbuch Wikipedia“-Bänden (2020 und 2023, Hrsg. Andreas Mäckler) vorwerfen – kurz und pointiert:
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Anekdoten statt Analyse. Der Band ist ein Sammelwerk aus Beiträgen, Interviews und Fallgeschichten; eine systematische, methodisch saubere Auswertung der Wikipedia als Ganzes wird nicht geboten. So bewerben Buchhandel/Verlag das Werk selbst als thematische Sammlung – genau das kritisieren einige, weil es Cherry-Picking begünstigt. Lehmannszeitgeist-online.de
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Einseitige Auswahl & Tonlage. Bereits bei Erscheinen wurde das Buch in der Wikipedia-Community als stark einseitig/polemisch kommentiert (wenn auch auf einer Diskussions-/Café-Seite, nicht als „offizielle“ Stellungnahme). Der 2. Band trägt sogar den Untertitel „Das verlogene System“ – der Ton ist für viele eher Anklageschrift als nüchterne Kritik. Wikipedia+1
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Umstrittene Autor:innen als Beitragende. Mehrere Beiträge stammen von Personen, deren wissenschaftliche oder politische Positionen stark kritisiert werden. Besonders oft genannt:
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Harald Walach – 2021 wurden zwei seiner COVID-19-Arbeiten zurückgezogen (u. a. in Vaccines und JAMA Pediatrics), was als Beleg für fragwürdige Methodik gewertet wird. MDPIRetraction Watch+1
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Volkmar Weiss – wird u. a. wegen biologisierender Thesen zur Intelligenz und wegen rechtsextremer Zusammenhänge kritisiert. Wikipedia
Dass solche Stimmen im Sammelband prominent vertreten sind, wird als Bias-Risiko gesehen.
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Stark zugespitzte Behauptungen. Beispiel „Wikipedia-Verbot an der TU Dortmund“: Diese Aussage geht maßgeblich auf ein Interview mit dem Dortmunder Statistiker Walter Krämer zurück und auf seine eigene Darstellung (u. a. als Buchbeitrag). Eine offizielle, allgemeine Hochschulrichtlinie dazu ist jenseits solcher Interviews/Beiträge nicht belegt – Kritiker:innen stören sich an der Verallgemeinerung. blog.wiki-watch.deTU DortmundForum CSR
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Resonanz in einem politisch klar verorteten Medienspektrum. Viel positive Rezeption stammt aus einschlägigen Kanälen (z. B. Tichys Einblick), was Kritiker:innen als Echo-Kammer-Effekt sehen. Der Wikipedia-Pressespiegel verzeichnete dazu 2020 eine ausführliche, stark zustimmende Besprechung. Wikipedia
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Vertrieb über rechtsextremismuserprobte Kanäle. Unabhängig vom Verlag (zeitgeist) wird das Buch u. a. über den Buchdienst Hohenrain verkauft. Der zugehörige Hohenrain-/Grabert-Verlag wird von Behörden und Forschung seit Jahren dem rechtsextremen Spektrum zugeordnet – was Kritiker:innen als problematischen Kontext anmerken (ohne dass das allein inhaltliche Aussagen widerlegt). buchdienst-hohenrain.deWikipedia
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Pauschalkritik vs. Forschungsstand. Kritiker:innen betonen, dass die Schwarzbuch-These eines „verlogenen Systems“ schwer mit dem gemischten, differenzierten Forschungsstand zur Wikipedia-Qualität zusammenpasst (es gibt bekannte Probleme, aber auch robuste Befunde zu erstaunlicher inhaltlicher Zuverlässigkeit). Als Gegenfolie wird häufig die vielzitierte Nature-Vergleichsstudie (2005) angeführt, die Wikipedia bei der Fehlerquote nahe an die Encyclopædia Britannica rückte. Wikipedia
Kurzfazit: Die Bücher bündeln echte Problemlagen (Mobbing, Edit-Wars, PR-Einfluss) – aber Kritiker:innen sehen eine selektive, polemisierende Darstellung, eine problematische Autor:innenauswahl und Zuspitzungen, die den komplexen Befund zur Wikipedia nicht ausgewogen wiedergeben. Wenn du magst, gebe ich dir im nächsten Schritt eine knappe Gegenüberstellung: Welche im Schwarzbuch formulierten Vorwürfe sind gut belegt – und wo trägt die Evidenz weniger weit?
Du:
ChatGPT:
Super — hier ist eine knappe Gegenüberstellung der häufigen Vorwürfe aus den „Schwarzbuch Wikipedia“–Bänden und was die Evidenz dazu hergibt:
Was gut belegt ist
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Bezahltes/PR-Editing & versteckte Interessenkonflikte gibt es. 2013 flog die Agentur Wiki-PR wegen Sockpuppets auf; die Wikimedia Foundation schickte eine Abmahnung und verschärfte danach die Nutzungsbedingungen (Offenlegungspflicht bei bezahlten Edits). Später wurde ein weiterer großer COI-Ring („Operation Orangemoody“) ausgehoben. The GuardianDiffLos Angeles TimesWikipedia
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Belästigung/Mobbing in der Community ist ein echtes Problem. Eine WMF-Umfrage (2015) und neuere Forschungsarbeiten zeigen relevante Häufigkeit und Effekte (Rückzug von Beitragenden). Entsprechend gab es Initiativen/Regelwerke gegen Belästigung. Wikimedia CommonsMeta-WikiPMCWikipedia
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Systemische Biases (z. B. Gender-Gap) sind gut dokumentiert. Studien und Berichte zeigen einen dauerhaft niedrigen Frauenanteil unter Aktiven und Unterrepräsentanz frauenspezifischer Themen; es gibt Gegeninitiativen. WikipediaThe Guardian
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Neueinsteiger-Hürden / Bürokratisierung. Forschung belegt, dass strenger gewordene Qualitätskontrollen/Automatisierung die Retention von Neulingen drücken – was mit zu einem Aktivitätsrückgang beigetragen hat. SAGE JournalsR. Stuart Geiger
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Politisch aufgeladene Themen sind volatiler. Für kontroverse Wissenschaftsthemen (Klima, Evolution etc.) wurde deutlich höhere Änderungsdynamik und damit potenziell mehr Instabilität nachgewiesen. PLOS
Wo die Bücher oft überziehen oder verallgemeinern
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„Verlogenes System“ / generelle Unzuverlässigkeit. Der Forschungsstand ist gemischt statt pauschal negativ: Klassiker wie die Nature-Vergleichsstudie (2005) fanden bei naturwissenschaftlichen Artikeln eine Fehlerquote nahe Britannica; Britannica widersprach, Nature verteidigte. Die Quintessenz: keine Allzweck-Abwertung, sondern themen- und sprachversionsabhängige Qualität. Systematische Reviews bestätigen dieses differenzierte Bild. Nature+1corporate.britannica.comasistdl.onlinelibrary.wiley.com
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„Wikipedia-Verbot an der TU Dortmund“. Belegt ist ein Interview mit Walter Krämer, der Wikipedia in seinen Lehrveranstaltungen untersagt haben will. Eine universitätsweite Richtlinie lässt sich nicht belegen. Hier wird in der Rezeption oft von einer individuellen Lehrpraxis zu einer allgemeinen „Uni-Policy“ hochskaliert. blog.wiki-watch.de
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Gesundheits-/Medizin-Inhalte: pauschal schlecht. Es gibt kritische Befunde (z. B. eine Osteopathie-Studie 2014), aber auch Gegenbelege und gezielte Qualitätsprogramme (WikiProject Medicine). Pauschalurteile tragen nicht – Qualität variiert stark nach Thema/Zeitpunkt. TIMEPMC
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„Korruption“/Finanzen. Der Vorwurf bleibt in den Büchern meist im Andeutungston. Tatsächlich sind Zahlen transparent (Audits, Form-990, Endowment-Berichte); man kann über Ton/Intensität der Fundraising-Banner streiten, aber „Korruption“ wird damit nicht belegt. Wikimedia Foundation+1Diff+1
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Autor:innenwahl als Verstärker für Zuspitzungen. So wird u. a. auf Harald Walach rekurriert, dessen zwei COVID-Publikationen 2021 zurückgezogen wurden (JAMA Pediatrics; Vaccines). Das schwächt einzelne Argumentationsstränge, wenn sie sich stark auf solche Stimmen stützen. JAMA NetworkPubMedBMJ
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Umfeld/Vertrieb. Der Vertrieb u. a. über Hohenrain/Grabert liefert Kritikern Munition: Behörden ordnen die Häuser seit Jahren dem rechtsextremen Spektrum zu. Das ersetzt keine Inhaltskritik, erklärt aber Skepsis gegenüber der Gesamterzählung. WikipediaVerfassungsschutz BW
Kurzes Fazit
Die Schwarzbücher bündeln reale Schwachstellen von Wikipedia (COI-Editing, Mobbing, Biases, volatile Streitfelder). Überzogen sind dort, wo aus Einzelfällen eine generelle Delegitimierung („verlogenes System“) abgeleitet wird, wo pauschale Qualitätsurteile fallen oder spekulative Korruptionsnarrative ohne harte Belege stehen. Die belastbare Evidenz spricht eher für: problemanfällig, aber nicht grundsätzlich unzuverlässig – und in vielen Bereichen durchaus vergleichbar mit klassischen Nachschlagewerken, bei gleichzeitigen Governance-Baustellen. asistdl.onlinelibrary.wiley.comNature
Wenn du willst, picke ich dir jetzt konkrete Kapitel/Beispiele aus Band 1 oder 2 heraus und prüfe sie einzeln auf Beleglage.
Du:
ChatGPT:
Gern! Hier sind 5 konkrete Kapitel/Behauptungen aus Band 1 (laut Inhaltsverzeichnis) – jeweils mit kurzer Evidenz-Prüfung und Einordnung:
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„Wikipedia-Verbot an der TU Dortmund“ (Interview mit Walter Krämer)
Was behauptet wird: Ein Wikipedia-„Verbot“ an der TU Dortmund.
Belege: Es gibt ein Interview mit Krämer bei Wiki-Watch; außerdem führt Krämer selbst einen Beitrag mit genau diesem Titel im „Schwarzbuch Wikipedia“ in seiner Publikationsliste. Eine uniweite Richtlinie der TU Dortmund ist hingegen nicht dokumentiert – das spricht eher für eine individuelle Lehrpraxis, nicht für ein offizielles Verbot. Lehmannsblog.wiki-watch.deTU Dortmund -
„Das Ende des Maskenballs“ – Enttarnung des Wikipedia-Autors „Feliks“
Was behauptet wird: Gerichtliche „Enttarnung“ eines anonymen Autors.
Belege: 2018/2022 bestätigten Gerichte, dass die Deanonymisierung in diesem Fall zulässig war; zudem scheiterte eine Schadensersatzklage gegen „Feliks“ (u. a. OLG München; OLG Koblenz). Das heißt nicht, dass alle inhaltlichen Vorwürfe im Buch damit bewiesen wären – juristisch ging es vor allem um Zulässigkeit der Namensnennung und fehlende Haftung. Journalistkanzleikompa.deRSW -
„Sockenpuppen und Infokrieger“
Kernpunkt: Undeclared/paid editing und Manipulationsringe.
Belege: Gut dokumentiert – z. B. Wiki-PR (2013) mit anschließender Abmahnung und verschärften WMF-Nutzungsbedingungen zur Offenlegung bezahlter Edits; 2015 Operation Orangemoody (381 gesperrte Accounts; extortive paid editing). Dieser Vorwurf ist solide belegt. DiffWikipedia+1WIRED -
„‚Happy Darwin Day!‘ Zensor des Jahres ist Wikipedia“ (Interview mit Günter Bechly)
Kernpunkt: „Zensur“ wegen ID-Positionen.
Belege: Bechlys englischsprachiger Artikel wurde 2017 nach einem Löschverfahren entfernt (breit diskutiert, u. a. in Haaretz). Löschungen erfolgen aber regelgebunden (Relevanz/Belege) und sind kein generelles Sprechverbot; Bechly hat (Stand jetzt) einen deutschsprachigen Eintrag. Fazit: ideologische Konflikte sichtbar, aber der „Zensur“-Frame greift zu kurz. HaaretzWikipedia -
„Rechtsschutzmöglichkeiten bei Wikipedia-Falscheinträgen“
Kernpunkt: Was kann man juristisch tun?
Belege (DE): Gerichte behandeln WMF/Wikipedia i. d. R. wie einen Host-Provider: Haftung ab Kenntnis mit Prüf-/Entfernungspflichten (OLG Stuttgart 2013). LG Berlin 2018 bejahte Unterlassungspflichten nach Hinweis. 2019 wurde sogar die Entfernung aus Versionshistorien angeordnet. Kurz: Rechtschutz existiert, aber kein automatischer Anspruch – es kommt auf Hinweis, Beleglage und Abwägung an. LTO+1Wikimedia Foundation
Strich drunter: Einige Kernprobleme (bezahltes/verschleiertes Editing; harte BLP-Fälle) sind gut belegt. Andere Kapitel zuschneiden Einzelfälle zu Systemurteilen (z. B. „Zensur“, „Uni-Verbot“) – hier trägt die Evidenz meist nur für die Einzelfälle, nicht für eine Generalanklage. Lehmanns+1
Wenn du magst, nehme ich als Nächstes ein konkretes Kapitel aus Band 2 („Korruption/Finanzen“, „Vandalismus“, „Rechtsverletzungen“) auseinander – wieder mit Quellencheck.
Du:
ChatGPT:
Gern — ich nehme Band 2 an drei zentralen Themen beim Wort und halte die Vorwürfe gegen die Beleglage:
„Korruption/Finanzen“
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Was der Band suggeriert: Undurchsichtige Finanzen, fragwürdige Geldströme (Stichwort: Endowment, Banner).
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Was belegt ist:
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Die WMF veröffentlicht jährlich geprüfte Abschlüsse, Form 990 und Jahrespläne öffentlich. Das spricht eher für Transparenz als dagegen. Wikimedia Foundation+1
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Das Wikimedia Endowment ist seit 2023 ein eigenständiger 501(c)(3)-Verein; die Gelder wurden von Tides übertragen, Berichte/FAQ stehen online. (Das ist eine Governance-Änderung, keine „Schattenkasse“.) Wikimedia FoundationDiffwikimediaendowment.org
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Kritik an Bannern gibt es durchaus (Tonfall/„Alarmismus“), inkl. Community-Diskussionen und RfCs – also Streit über das Wording, nicht der Beweis von „Korruption“. WikipediaMeta-Wiki
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Experimente zeigen, dass negativ gerahmte Banner Spendenbereitschaft erhöhen – das erklärt den Ton, macht ihn aber nicht automatisch ehrenrührig. arXiv
Kurzurteil: Es gibt Debatten über Stil und Mittel der Mittelbeschaffung; harte Belege für Korruption liefert Band 2 nicht.
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„Vandalismus“
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Was der Band betont: Massiver Vandalismus, der Inhalte entwertet.
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Was belegt ist:
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Vandalismus passiert ständig, aber die Median-Lebensdauer ist in Studien sehr kurz (Minutenbereich); viel wird extrem schnell revertiert. CiteSeerX
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Bots & ML (z. B. ClueBot NG; Forschungsansätze wie VEWS) fangen einen großen Anteil ab und verkürzen Revert-Zeiten; fällt ein Bot aus, werden Reverts spürbar langsamer – ein Hinweis auf seine Wirksamkeit. faculty.cc.gatech.eduACM Digital Library
Kurzurteil: Der Vorwurf trifft als Risiko, aber Band-typische Zuspitzungen unterschlagen oft, wie schnell die Community/Tools Schäden beheben.
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„Rechtsverletzungen“
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Was der Band reklamiert: Persönlichkeitsrechtsverletzungen, Verleumdung, kaum Abhilfe.
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Was belegt ist:
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In DE wird WMF wie ein Host-Provider behandelt: Haftung ab Kenntnis mit Prüf-/Entfernungspflichten (OLG Stuttgart 2013). LTO
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Unterlassungsansprüche nach Hinweis sind zugesprochen worden (LG Berlin 2018). LTO
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2019 ordnete ein Gericht sogar an, Teile einer Versionsgeschichte zu löschen (ein seltener, aber realer Eingriff). Wikimedia Foundation
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Zugleich scheiterten Schadensersatzklagen gegen einzelne Autoren (z. B. „Feliks“) in zweiter Instanz. Der Spiegel
Kurzurteil: Rechtsschutz existiert, aber er ist fall- und abwägungsabhängig; das rechtliche Bild ist deutlich nuancierter als eine pauschale „Rechtsverletzungs-Maschinerie“.
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Gesamtfazit zu Band 2
Band 2 greift reale Problembereiche (Fundraising-Stil, Vandalismus, heikle BLP-Fälle) auf, überzieht aber oft zur Systemanklage. Die beste Evidenz spricht für: Wikipedia ist angreifbar, aber keine „verlogene“ Blackbox – Finanzen sind weitgehend offengelegt; bei Vandalismus wirkt Gegenwehr schnell; juristisch gibt es durchsetzbare Ansprüche nach Hinweis.
Wenn du magst, picke ich dir jetzt ein konkretes Kapitel/Passus aus Band 2 heraus (Titel oder Seite), und ich mache einen Detail-Quellencheck genau dazu.
Du:
ChatGPT:
Alles klar—ich nehme Band 2 beim Wort und checke den Finanz-/Korruptions-Komplex (Endowment & Spendenbanner). Vier typische Behauptungen → Faktenlage → kurzes Urteil:
1) „Geheime Kasse beim Tides-Stiftungsdach“
Behauptung: Das Wikimedia Endowment liege intransparent „bei Tides“ und sei eine Schattenkasse.
Fakten: Das Endowment lag 2016–2023 treuhänderisch bei der Tides Foundation und wurde im September 2023 als eigenständige 501(c)(3) ausgegründet. Die WMF/Endowment veröffentlichten dazu mehrere Updates; 2024/2025 wurden geprüfte Zahlen und das Form 990 (US-Steuerformular) publiziert. Für FY 2023/24 weist der Endowment-Bericht u. a. die Übertragung von 116,2 Mio. US-$ von Tides an die neue Rechtsperson aus. Das ist dokumentiert – nicht „geheim“. Diff+2Diff+2
Urteil: Überzogen. Es gab berechtigte Governance-Fragen vor der Ausgründung; mittlerweile existiert eine eigene Non-Profit-Einheit mit öffentlichen Berichten.
2) „Keine Transparenz über Finanzen“
Behauptung: Zahlen, Prüfungen und Berichte seien nicht offen.
Fakten: Die Wikimedia Foundation stellt jährliche Audit-Reports (KPMG), Annual Reports und Form-990-Filings zentral bereit. Externe Aggregatoren (z. B. ProPublica Nonprofit Explorer) spiegeln die Steuerdaten; dort liegen für 2024 z. B. rund 185 Mio. US-$ Einnahmen und 287 Mio. US-$ Vermögen. Das Endowment veröffentlicht eigene Jahres-/Finanzberichte. Wikimedia FoundationProPublicawikimediaendowment.org
Urteil: Falsch/verkürzt. Die Primärunterlagen sind öffentlich – man kann über Prioritäten streiten, aber „keine Transparenz“ trifft nicht zu.
3) „Spendenbanner täuschen Notlage vor“
Behauptung: Die Banner seien alarmistisch und suggerierten, Wikipedia stehe kurz vorm Aus.
Fakten: Es gibt regelmäßige Community-Diskussionen zu Wording & Tests der Kampagnen (u. a. 2022/2023/2024 Banner-Seiten). Externe Medienkritik existiert ebenfalls – z. B. der Schweizer Beobachter (01/2024) moniert „Wikipedia schwimmt im Geld – und bettelt trotzdem“ und verweist auf hohe Einnahmen/Vermögen. Die Foundation verweist wiederum auf Transparenzseiten und die Notwendigkeit wiederkehrender Finanzierung. Wikipedia+2Wikipedia+2Beobachter
Urteil: Teilweise berechtigt (Tonfall), aber kein Korruptionsbeleg. Es handelt sich um eine kommunikative Debatte, nicht um versteckte Finanzen.
4) „Verdeckte Kommerzialisierung (Wikimedia Enterprise)“
Behauptung: Einnahmen aus Enterprise-Lizenzen würden verschleiert.
Fakten: Wikimedia Enterprise berichtet separat; FY 2023/24: 3,4 Mio. US-$, etwa 1,8 % der WMF-Gesamterlöse – öffentlich gemacht auf dem WMF-Blog Diff. Diff
Gesamtfazit zu Band 2 (Finanzen):
Band 2 trifft einen Nerv (Governance, Ton der Banner), überzieht aber zur Systemanklage. Die harten Daten sprechen für breit verfügbare Transparenz (Audit-Reports, Form 990, Endowment-Berichte) und gegen die These einer „verlogenen Blackbox“. Kritik am Wording der Banner ist diskutabel, Korruption wird dadurch nicht belegt. Wikimedia FoundationDiff+2Diff+2Beobachter
Wenn du willst, nehme ich als Nächstes den Vandalismus-/Rechtsverletzungs-Teil aus Band 2 auseinander (Evidenz zu Revert-Geschwindigkeiten, Bot-Erkennung, Gerichtsurteile) – wieder in dieser Kürze.
Du:
ChatGPT:
Top! Hier ist der Evidenz-Check zu „Vandalismus“ & „Rechtsverletzungen“ in Band 2 – kurz, präzise, mit Quellen.
Vandalismus: Was wirklich passiert
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Wie schnell wird revertiert? Studien zeigen sehr kurze Median-Zeiten – aber mit Streuung je nach Datensatz/Zeit:
• Signpost-Analyse (en-WP, 2009): Median 4 Minuten; „subtler“ Vandalismus kann länger überleben. Wikipedia
• Community-Studie (en-WP): Median ~14 Minuten, Mittelwert ~12,6 Stunden (lange „Schwänze“ durch Einzelfälle). Wikipedia -
Rolle der Bots/ML:
• ClueBot NG scannt alle Edits in Echtzeit; in einem Ausfall-„Naturlabor“ (2011) verdoppelte sich die Median-Revertzeit etwa von 12,4 → 21,4 Min.; viele offensichtliche Fälle fängt der Bot sonst in Sekunden. R. Stuart Geiger
• VEWS (KDD-Paper) identifiziert Vandalen frühzeitig und schlägt ClueBot NG in Teilen der Tests (kombiniert am besten). Faculty PortalACM Digital LibraryComputer Science -
Einordnung: Band 2 hat recht: Vandalismus ist allgegenwärtig. Aber die typische Sichtbarkeit ist kurz; Bots/Tools & Patrouillen kompensieren viel schneller, als eine Generalanklage nahelegt. R. Stuart GeigerWikipedia+1
Rechtsverletzungen (DE): Was die Gerichte wirklich sagen
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WMF = Host-Provider, Haftung ab Kenntnis. Grundsatz OLG Stuttgart 2013 (4 U 78/13): keine Vorab-Prüfpflicht, aber Unterlassung/Prüfung nach Hinweis. WMF selbst fasst das so zusammen. DiffLTO
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Unterlassungspflichten konkretisiert (LG Berlin 2018). In Waibel ./. WMF bejahte das LG Berlin (27 O 12/17) Lösch-/Unterlassungspflichten nach Hinweis; bloßes Zitieren von TV-/Presseberichten reiche für Tatsachenbehauptungen nicht. Raue – Anwälte und Notare in Berlin
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Seltene Eingriffe in die Versionsgeschichte. 2019 musste WMF in DE auch Teile der History eines Artikels entfernen – Ausnahmefall, aber belegt. Wikimedia Foundation
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Schadensersatz gegen Autor:innen:
• LG Koblenz 2021 sprach 8.000 € zu (Fall „Feliks“) … RSWt3n MagazinWikimedia Commons
• … OLG Koblenz 2022 hob das auf: kein Schadensersatz. (Revision nicht zugelassen.) RSWDer Spiegel -
Deanonymisierung/Namensnennung möglich. Gerichte ließen in Einzelfällen die Klarnamensnennung eines prägenden Autors zu (u. a. OLG Hamburg 2020, OLG München 2022). Dejurekanzleikompa.de
Kurzfazit für Band 2
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Vandalismus: real, aber meist schnell bereinigt – Bots + Tool-Assists sind wirksam; Einzelfälle mit langer Sichtbarkeit verzerren das Bild, wenn man sie verallgemeinert. R. Stuart GeigerWikipedia
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Rechtsverletzungen: Es gibt durchsetzbare Ansprüche (ab Hinweis), bis hin zu History-Eingriffen im Ausnahmefall. Gleichzeitig scheitern pauschale Schadensersatzklagen gegen einzelne Autor:innen in zweiter Instanz – die Rechtslage ist nuanciert. Raue – Anwälte und Notare in BerlinWikimedia FoundationRSW
ChatGPT kann Fehler machen. Überprüfe wichtige Informationen. Siehe Cookie-Voreinstellungen.
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